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Arno Holz, Phantasus - Gedichte. Eine Auswahl   ·   Biografie


Arno Holz - eine kurze Biographie

Arno Holz
Arno Holz wurde am 26. April 1863 in dem ostpreußischen Deutsch-Ordensritter-Städtchen Rastenburg (heute zu Polen gehörend unter dem Ortsnamen Ketrzyn) als viertes Kind des Apothekers Hermann Holz und dessen Frau Franziska, geborene Werner, geboren.

Im Jahre 1875 siedelte die große Familie - das Ehepaar Holz hatte inzwischen zehn Kinder - nach Berlin um. Dort arbeitete Arno Holz ab 1881 in dem Vorort Niederschönhausen als Journalist und freier Schriftsteller. Er hatte Verbindung zum Naturalistenverein "Durch" und veröffentlichte 1886 den vielschichtigen Gedichtband "Buch der Zeit. Lieder eines Modernen", worin auch ein aus dreizehn Sequenzen zu je vier Strophen bestehendes Gedicht mit dem Titel "Phantasus" erschien.

Der Freundschaft zu dem fast gleichaltrigen jungen Dichter Johannes Schlaf (1862 - 1941) entsprangen mehrere neuartige Werke, u.a. der Erzählband "Papa Hamlet" (1889, Begründung des sogenannten "Sekundenstils") sowie das Drama "Die Familie Selicke" (1890). Kurzzeitig wurde Holz nun leitender Redakteur der neuen Literaturzeitschrift "Freie Bühne". Mit der Schrift "Die Kunst - ihr Wesen und ihre Gesetze" entwarf er in den Jahren 1891/92 die Idee eines "konsequenten Naturalismus". Darin stellte er die Formel auf "Kunst = Natur - x".

Im Jahre 1893 heiratete Holz seine erste Frau, Emilie Wittenberg; aus dieser Ehe gingen drei Söhne hervor. Es entstanden in dieser Zeit die Komödie "Sozialaristokraten" (1896), der Gedichtband "Phantasus" (1898/99), den er in den Folgejahren mehrfach grundlegend überarbeitete, das Drama "Die Blechschmiede" (1902), die Gedichtparodien "Dafnis" (1904) und einige weitere Werke. Über grundlegende theoretische Fragen zerbrach die Freundschaft zu Johannes Schlaf.

Die Universität Königsberg verlieh ihm 1923 die Ehrendoktorwürde, und 1926 erhielt Holz einen Ruf an die Preußische Akademie der Künste. Im selben Jahr wurde seine erste Ehe geschieden; er heiratete nun ein zweites Mal, obwohl er in beständiger wirtschaftlicher Not leben musste. Im Herbst 1929 wurde er für den Literatur-Nobelpreis vorgeschlagen.

Am 26. Oktober 1929 starb Arno Holz im Alter von sechsundsechzig Jahren in Berlin.

Insbesondere Holz' späte Lyrik im "Phantasus" zeichnet sich ebenso durch Lebensnähe, inhaltliche Tiefgründigkeit, gedankliche Klarheit sowie hohe sprachliche und kompositorische Kreativität wie durch Phantastereien aus. Vielfach weist sie einen Hang zur Melancholie auf.

Einige weiterführende Informationen zu Arno Holz finden sich auf der Seite Bibliographie.